Innovative Bremsscheiben brachten den Erfolg

Businessplan Münchner Unternehmer mit einer Niederlassung in Ingolstadt gewinnt Wettbewerb

 

Von Manfred ReichlKarlheinz Herzog und Holger Lathwesen erreichten heuer den mit2500 Euro dotierten Platz 1 beim BPW der Region 10
Neuburg-Schrobenhausen Vor elf Jahren hatten Landrat Roland Weigert und der Ingolstädter Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann in ihrer damaligen Funktion als Wirtschaftsreferenten zusammen mit der Hochschule eine zündende Idee. ,,Mit uns wird ihre Geschaftsidee ein Erfolg", war auf den Flyern und Plakaten zu lesen, auf denen sie für die Teilnahme am sogenannten ,,Businessplan-Wettbewerb" warben. Es ging darum, dass vielversprechende Jungunternehmer nicht abwandern, sondern in der Region bleiben.
Mit diesem Instrumentarium der Gründerforderung ist ein großer Erfolg verbunden, denn bislang konntes in diesem Zusammenhang 224 Arbeitsplätze geschaffen und begleitet werden. Gefördert von Sponsoren, ging der Businessplan-Wettbewerb jetzt bereits in seine elfte Runde. Erfahrene Unternehmer, Coaches sowie Kapitalgeber haben die eingereichten Pläne begutachtet und auf deren Tragfähigkeit geprüft.
Im Haus im Moos in Kleinhohenried wurden in diesem ]ahr die besten Ideen und Visionen im Rahmen einer Feierstunde honoriert und prämiert. Landrat Roland Weigert sprach von einer riesigen Erfolgsgeschichte. Prof. Dr. Robert Wittmann von der Hochschule Ingolstadt hob das gut funktionierende Kompetenznetzwerk hervor. Die Ideen der Wettbewerbsteilnehmer nannte er qualitativ hochwertig. Dies wiederum bedeutete für die Juroren alles andere als eine leichte Aufgabe. Deshalb gab es neben einem ersten und dritten Preis heuer auch zwei zweite Plätze.
Ausgelobt wurde zudem ein mit 500 Euro dotierter Sonderpreis. Dieser ging an die staatlichen Fachschulabsolventen Jessica Zwack und Stefan Kiefer, die sich mit ihrem Designlabel ,,Weißglut" auf die Herstellung interessanter und formschoner Porzellangegenstände spezialisiert haben.
 
Vorteile von Aluminium und Stahl verbunden
Ganz oben auf dem Podest standen diesmal Dipl.-Ing. und Modellbauer Karlheinz Herzog und Maschinenbautechniker Holger Lathwesen. Die beiden entwickelten eine plasmabeschichtete Verbundleichtbaubremsscheibe mit innovativem Stahleinleger. Das Produkt verbindet die Vorteile von Aluminium und Stahl. Die Vorteile dabei liegen in einem wesentlich geringeren Gewicht, guter Wärmeleistung, Elastizität, Dehnung und Festigkeit. Unter dem Namen ,,Sheetcast Disc" wurde das Verfahren bereits Ende 2008 patentiert. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile bereits 40 Mitarbeiter. Platz eins war mit 2500 Euro dotiert.
 
Rang zwei teilen sich Markus Wirz und Brigitte Burger-Schroter mit Andreas Jagdhuber, Nicolas Reis sowie Stefan Grothkopp. ,,milkRun.info" nennt sich der Businessplan von Wirz und Burger-Schroter. Es handelt sich hier um eine EDV-Plattform, die ähnlich wie eine Mitfahrzentrale funktioniert. Sie richtet sich an Serienhersteller und deren Zulieferer, die über freie Transportkapazitäten verfügen oder freien Laderaun für regelmäßige Touren suchen, die bei Speditionen eingekauft wurden.
Unter dem Motto ,,Wir helfen Helfern" lirmiert der Businessplan ,,Altruja" des Trios Jagdhuber, Reis und Grothkopp. Es handelt sich dabei um eine Ausgründung aus der Hochschule. Das erste Produkt ist eine Online-Fundraising-Software fur Organisationen, wobei man karitative Einrichtungen wie SOS-Kinderdörfer, Stiftungen, Parteien, Hochschulen, Kirchen und Vereine als Zielgruppen ins Auge gefasst hat. Je Businessplan gab es 750 Euro.

Ziel ist Eröffnung eines Sanitätshauses
Den mit 1000 Euro belohnten Platz drei belegten Orthopädietechniker-Meister Roman Michal und Orthopädietechniker-Bandagisten-Meister Manfred Salvamoser. Die beiden haben sich auf Pro- und Orthesenherstellung spezialisiert. Ihr ehrgeiziges Ziel ist es, in Ingolstadt ein Sanitätshaus zu eröffnen, in welchem Produkte im Sonderaufbau auf einem sehr hohen qualitativen Niveau in eigener Fertigung hergestellt werden.

 

Quelle: Neuburger Rundschau Mai 2010

Karriere bei Sheet Cast

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