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Auf der Überholspur mit einer Bremsscheibe

 

SHEET CAST Technologies – ein „Shootingstar“ aus dem Existenzgründerzentrum Ingolstadt


Jeder Autofahrer nutzt sie – aber die wenigsten Autofahrer machen sich Gedanken über sie. Und doch wäre es fatal, wenn es sie nicht gäbe – die Bremsscheibe! Eine echte Bremsscheiben Revolution könnte nun von Ingolstadt aus starten: Die SHEET CAST Technologies GmbH hat eine Leichtbauverbundbremsscheibe (Sheet Cast Disc) entwickelt, die in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht in fast jedem Auto zu finden sein wird. Weil die klugen Köpfe um Chefentwickler Holger Lathwesen die Zeiten der Zeit erkannt haben. Das Gewicht wird künftig nämlich eine entscheidende Rolle beim Fahrzeugbau spielen – kurz: die Autos müssen bis zu 20 % leichter werden. „Unsere Sheet Cast Disc ist bis zu 50 % leichter als die derzeit verwendeten Bremsscheiben,“ erklärt Karlheinz Herzog, Geschäftsführer von SHEET CAST Technologies und Cedas, „und der große Vorteil liegt darin, dass sich diese Bremsscheibe kostengünstig als Großserie herstellen lässt. Unser übergeordnetes Geschäft ist dabei die Lizenzierung.“ Nach den angemeldeten Patenten für die Konzeption, warten jetzt nicht nur Karlheinz Herzog und Holger Lathwesen gespannt darauf, die ersten Prototypen in einem Bremsenprüfstand vor sich zu sehen.


Die LeichtbauverbunsbremsscheibeVom 2-Mann-Betrieb zu 40 Mitarbeitern

Die SHEET CAST Technologies ist ein Tochterunternehmen der Cedas GmbH, die im Sommer 2006 im Ingolstädter Existenzgrüderzentrum ihren Betrieb aufgenommen hat. Cedas – das waren damals zwei Büros und zwei Mitarbeiter, die sich mit Guss- und Blechbauteilkonstruktion befasst haben, Schwerpunkte Motor, Fahrwerk und Bremse. Letzteres Spezialgebiet erwies sich nun gar nicht als „Bremsfaktor“ - im Gegenteil. Inzwischen belegt man sechs Büros im EGZ, beschäftigt 40 Mitarbeiter und es werden immer mehr: „Bis 2014 werden wir bei SHEET CAST Technologies für die Bereiche Applikationsentwicklung, Marketing und Vertrieb 18 neue Mitarbeiter einstellen,“ freut sich Karlheinz Herzog. Im EGZ habe man das ideale Umfeld für diese positive Entwicklung gefunden, so der Geschäftsführer. Auf die räumliche Expasion eines Bewohners flexibel zu reagieren, das ist eine Stärke des Existenzgründerzentrums. EGZ Geschäftsführer Norbert Forster bezeichnet das Team um Karlheinz Herzog als echte Shootingstars im Haus: „Cedas bzw. SHEET CAST Technologies  repräsentieren eine echte Idealkombination: hier stimmen Konzeption, Innovation und Marktpozential. Und was mir an diesem Unternehmen so gut gefällt ist, dass man nicht über Nacht explodiert, sondern dass sich die Firma nachhaltig entwickelt.“

 

Karlheinz Herzog weiht Norbert Forster in die

Ausgezeichneter Erfolg


„Wir nutzen die Plattformen verschiedenster Wettbewerbe, um unsere Innovationen einem breiteren Publikum bekannt zu machen,“ erklärt Karlheinz Herzog. Dass ganz nebenbei auch noch etliche Auszeichnungen dabei raus springen, ist eine tolle Sache: z.B. zweiter Platz beim Stahl-Innovationspreis 2009, Sieger in der Ideas Stage beim Münchner Businessplanwettbewerb 2010, und gerade erst hat der Businessplan für die Leichtbauverbund-bremsscheibe Sheet Cast Disc den ersten Platz im Businessplanwettbewerb der Region 10 belegt. „Diese Produktvariante verbindet die Vorteile von Aluminium (wesentlich geringeres Gewicht, sowie gute Wärmeleitung) und Stahl (Elastizität, Dehnung und Festigkeit) ideal,“ hieß es u.a. in der Begründung der Jury. Schon bald könnte eine weitere Auszeichnung dazu kommen: SHEET CAST Technologies ist in der Kategorie „Konzept“ für den Bayerischen Gründerpreis 2010 nominiert. Die Bekanntgabe des Gewinners findet am 19. Mai in Nürnberg statt. Die Chancen stehen gut - bei nur drei Finalisten.

 

Quelle: Aventin - Ausgabe vom 9. Mai 2010

Karriere bei Sheet Cast

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